Ich brauche ein Feldbett

Es gibt Situationen, in welchen man ein Feldbett benötigt – aber nicht so ein einfaches vom Ikea oder ähnlichem Möbelgiganten, sondern ein ordentliches. Auf dem man auch eine längere Zeit schlafen kann, ohne dass man mit bleibenden Rückenschmerzen rechnen muss. Angefangen habe ich natürlich mit dem üblichen Sichten von Angeboten auf Google und Amazon. Da sind schon ein paar sehr schöne Modelle dabei, aber ich bin unter keinen Umständen gewillt für ein solches Klappbett/Feldbett €300 oder mehr auszugeben. Was macht man also Hobbyholzwurm da?

Richtig man plant sich sein eigenes Feldbett. Da ich mit Metallscharnieren keine Erfahrung habe, bin ich den Weg eines zweiteiligen Bettes in der Planung gegangen. Das Bett sollte insgesamt 90x210cm werden, also zwei Teile zu 90x105cm, welche ich dann durch Schrauben/Zwingen verbinden wollte.

So zog ich dann los Richtung Baumarkt und sah mir das in Betracht kommende Material an. Am liebsten hätte ich ja gleich Hobelware genommen, aber in Anbetracht des schmalen Geldbeutels wurde es dann sägerauhes Material. Es wurde also ein Paket Dachlatten und drei Dachbalken 5,8×5,8x300cm in die Werkstatt gekarrt. Hier habe ich dann mit dem Exzenterschleifer mehrere Durchgänge P40,P80 und P120 bei den Dachbalken beim Abschleifen gewählt und mir Makierungen für den Zuschnitt auf der Tischkreissäge gemacht.

Die auf Endmaß gesägten Abschnitte habe ich, um ein Gefühl für die Größe zu bekommen, einmal testweise auf den Boden gestellt. Doch schon eine beachtliche Größe.

Etwas sorgen habe ich mir wegen der Eckverbindungen gemacht. Ich wollte eine robuste Verbindung, ohne gleich tagelang an Überblattungen, Fingerzinken oder die berüchtigte Hoffmans Glaubensverbindung 😉 werkeln zu müssen. Nach einigen Überlegungen und Abwägungen habe ich mich für verleimte 10mm Holzdübel entschieden. Diese sind recht einfach in der Montage und benötigen nicht sehr viel trocken Zeit beim Leim.

Also die Teile des Rahmens Ecke für Ecke mit Holzdübeln verleimt und auf der Werkbank (dafür hatte ich mal ein Lochraster gebohrt, zum Verspannen mit der Vorderzange) eingespannt zum Trocknen… und immer artig 20 Minuten warten.

So wurde der erste Rahmen und dann der zweite Rahmen fertig. Zum Aushärten des Leims habe ich sie dann 2h stehen lassen.

In der Trockenzeit habe ich mir das Paket Dachlatten geschnappt und auf 90cm abgelängt. Die abgelängten Dachlatten habe ich dann in der üblichen P40,P80 und P120 Reihenfolge mit dem Exzenterschleifer schön schmeichel zart geschliffen. Ich will mir ja beim Wenden der Matratze später keine Splitter in den großen Zeh ziehen. 😉

Die Dachlatten habe ich nach dem trocknen des Leims im Rahmen nach Augenmaß mal ausgelegt und dann mit dem Rahmen verschraubt. Hier wollte ich bewußt keine Holzdübel, da die Dachlatten doch sehr durchzogen waren mit Aßtlöchern und ich ggf. später einzelne Latten durchtauschen können will.

Als letztes waren noch die Füße an den Rahmen zu befestigen. Da ich ich zum späteren Verstauen die Möglichkeit der Demontage der Füße haben wollte, habe ich mich für doppelte Taschenlöcher mit Schrauben entschieden. Schlussendlich macht das gaze Feldbett einen sehr stabilen Eindruck und ich kann bestätigen, dass es sich sehr bequem auf dem Bett schlafen läßt. 😉

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